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Bewertungen, die gegen Google-Richtlinien verstoßen – was steckt dahinter?

Make it Work Team5. Februar 2025
Google Bewertungen

Bewertungen, die gegen Google-Richtlinien verstoßen – woran du sie erkennst

·5 Minuten Lesezeit

Eine neue 1-Stern-Bewertung. Kein Text, kein Kontext – nur ein Stern. Oder ein langer Verriss von jemandem, der offensichtlich nie Kunde war. Solche Bewertungen fühlen sich sofort falsch an. Aber das Gefühl allein reicht nicht.

Google prüft Meldungen anhand seiner eigenen Nutzungsregeln – und die sind präziser, als viele denken. Hier ist, worauf es tatsächlich ankommt.

Was Google als Verstoß wertet

Google hat klare Regeln dafür, welche Bewertungen gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Dazu gehören unter anderem:

  • 1Bewertungen von Personen, die nachweislich nie Kunde waren
  • 2Bewertungen, die aus einem Interessenkonflikt stammen (z.B. von Mitbewerbern oder ehemaligen Mitarbeitern)
  • 3Inhalte, die Hassrede, Beleidigungen oder irreführende Aussagen enthalten
  • 4Bewertungen, die offensichtlich automatisiert oder koordiniert erstellt wurden
  • 5Inhalte, die keinen Bezug zur tatsächlichen Kundenerfahrung haben

Entscheidend ist: Google bewertet nicht, ob eine Bewertung subjektiv unfair ist. Bewertet wird, ob sie gegen konkrete Nutzungsregeln verstößt.

Typische Merkmale problematischer Bewertungen

Nicht jede Bewertung, die sich falsch anfühlt, ist auch meldbar. Aber es gibt Muster, die auf einen möglichen Verstoß hinweisen:

Kein Profil-Foto, kein Verlauf

Neue Accounts ohne Bewertungshistorie sind ein Hinweis – kein Beweis, aber ein Indiz.

Mehrere Bewertungen gleichzeitig

Wenn mehrere 1-Stern-Bewertungen innerhalb kurzer Zeit erscheinen, kann das auf koordiniertes Vorgehen hindeuten.

Kein inhaltlicher Bezug

Bewertungen, die keine konkrete Leistung beschreiben, sind schwieriger zu verteidigen – aber auch leichter zu melden.

Sachlich unzutreffende Inhalte

Wenn eine Bewertung konkrete Behauptungen enthält, die du mit Belegen widerlegen kannst, ist das ein anderer Sachverhalt als eine negative Meinung.

Was du selbst tun kannst

Google bietet die Möglichkeit, Bewertungen direkt über das Unternehmensprofil zu melden. Das ist ein offizieller Prozess – und der einzige, der tatsächlich zur Entfernung führen kann.

Wichtig dabei: Die Meldung muss nachvollziehbar sein. Google braucht einen klaren Hinweis darauf, welche Regel verletzt wurde. Eine Meldung mit dem Hinweis „Das stimmt nicht" reicht in der Regel nicht aus.

Was hilft: Belege, Kontext und eine strukturierte Darstellung des Sachverhalts. Das ist genau das, was wir bei Make it Work übernehmen – die Aufbereitung und Einreichung über die offiziellen Google-Kanäle.

Was du nicht tun solltest

Öffentlich auf eine problematische Bewertung antworten und dabei emotional oder konfrontativ werden – das schadet mehr als es hilft. Potenzielle Kunden lesen diese Antworten mit.

Und: Bewertungen kaufen oder organisieren, um das Profil aufzuwerten, ist ein klarer Verstoß gegen Googles Nutzungsregeln und kann zur Sperrung des gesamten Profils führen.

Fazit

Nicht jede schlechte Bewertung ist meldbar. Aber wenn konkrete Hinweise auf einen Verstoß gegen Googles Nutzungsregeln vorliegen, lohnt es sich, eine Meldung einzureichen.

Die Entscheidung trifft Google. Was wir tun können: den Fall sauber aufbereiten und über die richtigen Kanäle einreichen.

Hast du Fragen zu deiner Situation?

Wir schauen uns deinen Fall an und übernehmen die Aufbereitung und Einreichung.